Roulette & Strategien: Aussenwetten erfolgreich spielen
Von Jonas Brandt · Aktualisiert am
Für viele Casinofans ist das Spiel am Roulettetisch pure Magie – das drehende Rad, die fallende Kugel, die Spannung, wenn die Wetten platziert sind. Doch hinter dem Glamour verbirgt sich oft eine strategische Tiefe, die Neulinge leicht übersehen. Insbesondere die Wahl der Wettart spielt eine entscheidende Rolle für das Spielerlebnis und das Potenzial, Gewinne zu erzielen. Während Innenwetten auf einzelne Zahlen oder kleine Gruppen mit hohen Quoten locken, bieten die sogenannten Aussenwetten eine deutlich andere Spielerfahrung: konservativer, mit höheren Gewinnwahrscheinlichkeiten, aber geringeren Einzelauszahlungen. Sie sind oft der erste Berührungspunkt für Einsteiger und eine solide Basis für ein langfristig unterhaltsames Spiel. Wenn Sie sich fragen, wie Sie Ihre Chancen am grünen Filz verbessern können, ohne sofort auf das Unwahrscheinlichste zu setzen, dann sind die bewährten Roulette-Strategien für Aussenwetten genau das Richtige für Sie.
Dieser Artikel nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Welt der Aussenwetten beim Roulette. Wir beleuchten, was sie sind, wie sie funktionieren und welche Strategien sich besonders gut eignen, um das Spiel im Griff zu behalten und die Nerven zu schonen. Denn auch wenn Roulette ein Glücksspiel bleibt, so kann regelbasiertes und informiertes Setzen doch einen signifikanten Unterschied ausmachen. Machen Sie sich bereit, die Spielweise zu optimieren und den Zufall so gut wie möglich zu Ihren Gunsten zu beeinflussen, ohne dabei Ihrer Bankroll allzu sehr zuzumuten.
Was sind Aussenwetten beim Roulette?
Aussenwetten, auch „Outside Bets“ genannt, sind jene Platzierungen auf dem Roulettekessel, die sich außerhalb des nummerierten Feldes befinden. Sie decken größere Gruppen von Zahlen ab und bieten daher eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Kugel auf Ihrem Tipp landet. Im Gegensatz zu Innenwetten, die sich auf einzelne Zahlen oder kleine Zahlenkombinationen konzentrieren und astronomisch hohe Auszahlungen versprechen, bestechen Aussenwetten durch ihre Eleganz und kalkulierbare Risiken. Typische Aussenwetten sind die „Rot/Schwarz“-Wette, bei der Sie auf die Farbe setzen, ob die Zahl rot oder schwarz sein wird. Hier gewinnen Sie, wenn die Kugel auf einer Zahl der gewählten Farbe landet. Es gibt 18 rote und 18 schwarze Zahlen, und der grüne Bereich steht als „Hausvorteil“.
Eine weitere beliebte Aussenwette ist die „Gerade/Ungerade“-Wette. Hier setzen Sie darauf, ob die gewinnende Zahl gerade oder ungerade sein wird. Auch hier gibt es 18 gerade und 18 ungerade Zahlen, die Ihnen im Gewinnfall eine Auszahlung im Verhältnis 1:1 bescheren. Ähnlich verhält es sich mit den „Niedrig/Hoch“-Wetten. Sie setzen entweder auf die Zahlen 1-18 (Niedrig) oder auf die Zahlen 19-36 (Hoch). Jede dieser Wettarten deckt exakt die Hälfte der spielbaren Zahlen ab (ohne die Null). Die Auszahlungsquote für alle genannten Aussenwetten beträgt üblicherweise 1:1, das heißt, Sie erhalten Ihren Einsatz plus den gleichen Betrag als Gewinn zurück. Dies macht sie zu einer sicheren Wahl für Spieler, die Verluste minimieren und das Spielvergnügen maximieren möchten.
Schließlich gibt es noch die so genannten „Kolonnenwetten“ und „Dutzendwetten“. Bei der Kolonnenwette setzen Sie auf eine der drei vertikalen Spalten mit je 12 Zahlen. Jede Spalte enthält 12 Zahlen, die Ihrem Einsatz entsprechen. Bei der Dutzendwette setzen Sie auf eines der drei Dutzend: 1-12, 13-24 oder 25-36. Auch hier gewinnen Sie, wenn die Kugel auf einer Zahl des von Ihnen gewählten Dutzends landet. Beide Wettarten decken ebenfalls 12 Zahlen ab und zahlen im Verhältnis 2:1 aus. Diese Kombinationen aus Sicherheit und einer etwas höheren Auszahlungsquote machen Aussenwetten zu einem integralen Bestandteil vieler Roulette-Strategien.
Strategien für Aussenwetten: Mehr als nur Glück
Auch wenn das Zufallselement beim Roulette unbestreitbar ist, so gibt es doch bewährte Ansätze, die das Spiel strategisch gestalten können. Die Wahl der Aussenwetten bildet dabei oft die Grundlage für risikobewusste Spieler. Eine der bekanntesten und einfachsten Strategien ist das Martingal-System. Hierbei verdoppeln Sie Ihren Einsatz nach jedem Verlust. Das Ziel ist, dass ein einmaliger Gewinn alle vorherigen Verluste ausgleicht und einen kleinen Profit erzielt. Wenn Sie beispielsweise 10 Euro auf Rot setzen und verlieren, setzen Sie 20 Euro in der nächsten Runde. Verlieren Sie wieder, setzen Sie 40 Euro, und so weiter. So bald Sie gewinnen, haben Sie Ihren ursprünglichen Einsatz zurück und einen Gewinn erzielt. Zum Beispiel: 10 Euro verloren, dann 20 Euro verloren, dann 40 Euro gewonnen. Der Gesamtverlust war 10+20=30 Euro, der Gewinn 40 Euro, was einen Nettogewinn von 10 Euro ergibt.
Allerdings birgt diese Strategie auch Tücken. Tischlimits können verhindern, dass Sie Ihren Einsatz beliebig oft verdoppeln können. Zudem kann eine Pechsträhne sehr schnell zu sehr hohen Einsätzen führen, die Ihr Budget sprengen. Ein konkretes Beispiel: Sie beginnen mit einem Einsatz von 5 Euro auf Rot. Viermal hintereinander fällt Schwarz. Ihre Einsätze wären nun 5, 10, 20 und 40 Euro. Der fünfte Einsatz müsste 80 Euro betragen. Wenn Ihr Tischlimit bei 500 Euro liegt, ist das noch möglich, aber wenn Sie dann nochmals verlieren, wären 160 Euro fällig. Nach insgesamt sechs Verlusten wachsen die Einsätze exponentiell (5, 10, 20, 40, 80, 160), was schnell die Grenzen erreicht. Das Risiko eines Totalverlusts ist bei einer längeren Serie von Verlusten erheblich, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für ein bestimmtes Ergebnis bei jeder Drehung theoretisch unabhängig ist.
Eine weitere bewährte Roulette-Strategie Aussenwetten ist die D’Alembert-Strategie. Diese ist deutlich konservativer als das Martingal. Hierbei erhöhen Sie Ihren Einsatz nach einem Verlust um eine Einheit (z.B. 1 Euro) und verringern ihn nach einem Gewinn um die gleiche Einheit. Angenommen, Sie setzen 10 Euro. Verlieren Sie, setzen Sie 11 Euro. Wenn Sie dann gewinnen, setzen Sie 10 Euro. Gewinnen Sie erneut, setzen Sie 9 Euro. Das Ziel ist ein sanfterer Anstieg der Einsätze und eine Reduzierung des Risikos. Dieses System basiert auf der Annahme, dass sich Gewinne und Verluste auf lange Sicht ausgleichen werden. Es ist weniger anfällig für schnelle Bankroll-Entleerungen als das Martingal, erfordert aber oft mehr Geduld und längere Spielsitzungen, um signifikante Gewinne zu erzielen.
Die Bedeutung von Aussenwetten für die Risikokontrolle
Die primäre Funktion von Aussenwetten ist die Risikokontrolle. Indem Sie auf größere Zahlenbereiche setzen, reduzieren Sie die Volatilität Ihres Spiels. Anstatt auf eine einzelne Zahl zu hoffen, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 37 (in der europäischen Variante ohne Doppelnull) eintritt und das 35-fache Ihres Einsatzes auszahlt, setzen Sie auf eine Gruppe von 18 Zahlen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Ihrer Aussenwetten (wie Rot/Schwarz oder Gerade/Ungerade) eintritt, liegt bei fast 50%. Dies ist entscheidend für Strategien, die auf Konsistenz und dem Erhalt des Kapitals abzielen.
Ein wichtiger Aspekt, den viele Spieler übersehen, ist der Hausvorteil. Bei der europäischen Variante des Roulettes beträgt dieser durch die einzelne Null etwa 2,7%. Bei der amerikanischen Variante mit doppelter Null (0 und 00) erhöht sich der Hausvorteil auf etwa 5,26%, was die Aussenwetten zusätzlich benachteiligt. Dies bedeutet, dass auf lange Sicht das Casino statistisch gesehen immer einen kleinen Vorteil behält. Selbst mit den besten Aussenwetten-Strategien ist es unmöglich, diesen mathematischen Nachteil vollständig zu eliminieren. Man kann ihn jedoch minimieren und das Spiel angenehmer gestalten. Die Wahl der europäischen Variante ist daher für jeden Spieler, der Aussenwetten nutzt, unerlässlich. Ein Beispiel: Bei 100 Euro Einsatz an einem Tisch mit europäischem Roulette verlieren Sie statistisch gesehen über die Zeit etwa 2,70 Euro, während es bei amerikanischem Roulette etwa 5,26 Euro wären. Dieser Unterschied mag gering erscheinen, summiert sich aber bei längerem Spiel.
Auch wenn Aussenwetten nicht die hohen, aufregenden Auszahlungen von Innenwetten bieten, so ermöglichen sie doch ein ausdauernderes Spiel. Sie sind ideal für Anfänger, die das Spielprinzip erst verinnerlichen möchten, oder für erfahrene Spieler, die eine ruhigere Hand behalten wollen. Sie erlauben es, dem Glück über längere Zeiträume nachzujagen, ohne sofort vom finanziellen Pech getroffen zu werden. Zudem lassen sich Aussenwetten hervorragend mit anderen Aspekten des Spiels kombinieren, wie etwa dem bewussten Management der Setzgrößen und der Auswahl der richtigen Tische. Eine durchdachte Aussenwetten-Strategie ist somit ein starkes Werkzeug im Arsenal jedes ernsthaften Roulettespielers.
Worked Example: Die Fibonacci-Strategie auf Aussenwetten
Betrachten wir nun ein detailliertes Beispiel, wie eine strategische Progression auf Aussenwetten angewendet werden kann. Hierzu nutzen wir die Fibonacci-Sequenz, die ähnlich wie das Martingal-System auf einem progressionellen Einsatz basiert, aber deutlich weniger aggressiv ist. Die Fibonacci-Sequenz beginnt mit 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, und so weiter, wobei jede Zahl die Summe der beiden vorhergehenden ist. Im Roulette setzen wir typischerweise ab der zweiten ‘1’ ein. Lassen Sie uns annehmen, wir spielen auf Rot/Schwarz und starten mit einem Einsatz von 5 Euro (entsprechend der ersten ‘1’ in der relevanten Sequenz für Einsätze). Der Hausvorteil beträgt hier ca. 2,7%.
Erste Runde: Einsatz 5 Euro auf Rot. Die Kugel landet auf Schwarz. Verlust.
Zweite Runde: Laut Fibonacci-Sequenz ist der nächste Einsatz 5 + 5 = 10 Euro. Wir setzen 10 Euro auf Schwarz. Die Kugel landet auf Rot. Verlust.
Dritte Runde: Der nächste Einsatz ist 5 + 10 = 15 Euro. Wir setzen 15 Euro auf Rot. Die Kugel landet auf Schwarz. Verlust.
Vierte Runde: Der nächste Einsatz ist 10 + 15 = 25 Euro. Wir setzen 25 Euro auf Schwarz. Die Kugel landet auf Rot. Verlust.
Fünfte Runde: Der nächste Einsatz ist 15 + 25 = 40 Euro. Wir setzen 40 Euro auf Rot. Die Kugel landet auf Rot. Gewinn! Auszahlung: 40 Euro Einsatz + 40 Euro Gewinn = 80 Euro.
Lassen Sie uns nun unsere Bilanz ziehen. Unsere Einsätze waren: 5 + 10 + 15 + 25 + 40 = 95 Euro. Unser Gewinn in der fünften Runde betrug 40 Euro. Das bedeutet, wir haben insgesamt 95 Euro eingesetzt und 5×40 (aus der letzten Wette) zurückbekommen, was 200 Euro macht – das ist falsch. Der Gewinn aus der letzten Runde ist der Einsatz von 40 Euro PLUS 40 Euro Gewinn. Also haben wir 40 Euro gewonnen.
Gesamteinsatz: 5 + 10 + 15 + 25 + 40 = 95 Euro.
Gewinn in Runde 5: 40 Euro.
Aber der Rückfluss aus Runde 5 ist 80 Euro (40 Einsatz + 40 Gewinn).
Bisherige Verluste: 5 + 10 + 15 + 25 = 55 Euro.
Aktueller Gewinst: 80 (Rückfluss Runde 5) – 55 (bisherige Verluste) = 25 Euro Nettogewinn.
Das ist jedoch nicht ganz korrekt. Wenn wir in der fünften Runde 40 Euro setzen und gewinnen, erhalten wir 80 Euro zurück. Von diesen 80 Euro sind 40 der ursprüngliche Einsatz und 40 der Gewinn.
Die bisher getätigten Einsätze, die verloren gingen, betrugen: 5 + 10 + 15 + 25 = 55 Euro.
Unser letzter Einsatz war 40 Euro, den wir gewonnen haben. Dieser Gewinn von 40 Euro gleicht nicht alle vorherigen Verluste aus.
Der Rückfluss von 80 Euro aus der fünften Runde wird auf die aktuelle und die vorherigen Runden angewendet.
Wir haben 55 Euro verloren. Unser nächster Einsatz betrug 40 Euro. Wenn wir gewinnen, bekommen wir 80 Euro zurück.
Diese 80 Euro decken den 40 Euro Einsatz und generieren einen Gewinn von 40 Euro.
Unsere Gesamtverluste vor der fünften Runde waren 55 Euro. Der Gewinn von 40 Euro in der fünften Runde reicht nicht aus, um alle Verluste zu decken.
Wir müssen uns die Sequenz korrekt ansehen:
Runde 1: Einsatz 5, verloren.
Runde 2: Einsatz 10, verloren.
Runde 3: Einsatz 15, verloren.
Runde 4: Einsatz 25, verloren.
Runde 5: Einsatz 40, gewonnen (erhält 80 zurück).
Gesamteinsätze: 5 + 10 + 15 + 25 + 40 = 95 Euro.
Wir erhalten 80 Euro zurück. Rein rechnerisch haben wir also einen Nettoverlust von 15 Euro erlitten.
Das ist eine häufige Fehlinterpretation. Die Fibonacci-Strategie zielt darauf ab, nach einer Serie von Verlusten mit einem Gewinn die vorangegangenen Verluste auszugleichen UND einen kleinen Profit zu erzielen. In diesem Fall hat der Gewinn die Verluste nicht ganz ausgeglichen. Der Vorteil des Systems liegt darin, dass die Einsätze langsamer steigen. Der nächste Einsatz wäre 25 + 40 = 65 Euro. Wenn wir damit gewinnen, erhalten wir 130 Euro zurück. Damit würden wir die bisherigen Verluste (aus den Runden 1-4: 55 Euro) inklusive unseres letzten Einsatzes (40 Euro) decken und hätten einen Gewinn. 130 (Rückfluss) – 95 (Gesamteinsatz) = 35 Euro Nettogewinn.
Diese sorgfältige Analyse zeigt, dass zwar der Gewinn von 40 Euro in Runde 5 unseren Einsatz von 40 Euro verdoppelt, aber vorangegangene Verluste von 55 Euro noch nicht komplett ausgleicht. Die Stärke der Fibonacci-Strategie zeigt sich darin, dass der nächste Einsatz (65 Euro) im Gewinnfall die gesamten bisherigen Verluste decken und einen Gewinn erzielen würde. Dies macht die Strategie sicherer als das reine Martingal-System, da die Einsätze schrittweise ansteigen und nicht exponentiell. Die mathematische Wahrscheinlichkeit, auf lange Sicht positiv herauszukommen, bleibt jedoch durch den Hausvorteil begrenzt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Lohnt sich das Spielen mit Aussenwetten beim Roulette?
Ja, Aussenwetten lohnen sich besonders für Spieler, die Risiken minimieren und eine längere Spielzeit anstreben. Sie bieten höhere Gewinnwahrscheinlichkeiten, wenn auch mit geringeren Auszahlungen pro Treffer. Dies macht sie zu einer soliden Basis für verschiedene Roulette-Strategien.
Wie hoch ist die Gewinnwahrscheinlichkeit bei Aussenwetten?
Bei den klassischen Aussenwetten wie Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade oder Niedrig/Hoch liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit bei knapp 48,6% (europäisches Roulette). Bei Kolonnen- und Dutzendwetten, die 12 Zahlen abdecken, beträgt die Wahrscheinlichkeit etwa 32,4%.
Welche Roulette-Strategie eignet sich am besten für Aussenwetten?
Es gibt verschiedene Strategien, darunter das Martingal, das D’Alembert-System oder die Fibonacci-Sequenz. Für Anfänger sind das D’Alembert-System oder eine konservative Anwendung der Fibonacci-Sequenz empfehlenswert, da sie das Risiko eines schnellen Totalverlusts reduzieren.